Im Namen des Königs

Von  //  6. März 2015  //  Tagged: , , , ,  //  Keine Kommentare

koenig-ritter-564

Der Sohn des Königs von Sachsen ist sehr an Frauen interessiert, sein Vater möchte für ihn aber eine gute Partie und lässt daher alle anderen Liebschaften umbringen. So wird auch das Elternhaus der schönen Kunigunde abgefackelt, diese kann aber mit Hilfe eines Knappen entkommen, der sie dann vorübergehend in der Obhut des vegetarischen Bären Beppo in Sicherheit bringen kann. Doch als ein Waffenhändler seine neue Armbrust ausgerechnet an Beppo ausprobiert, muß Kunigunde neuen Schutz suchen…

koenig-beppo

In seinem mittlerweile 32. Film (!) wendet sich der Aachener Ausnahmeregisseur Bruno Sukrow dem in seinem Oeuvre bislang noch nicht verwendeten Genre des Ritterfilms zu. Bei der Umsetzung gab es so einige Probleme, da die gekauften Figuren nur sehr eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten besaßen, so daß der ursprüngliche Plan eines ernsten Historiendramas zugunsten einer Persiflage verworfen wurde.

koenig-kunigunde

Das Resultat ist dann einer der bislang lustigsten Filme von Bruno Sukrow, da er das ursprüngliche Konzept bewußt sabotiert und anachronistische Gegenstände (Autos, Fahrrad, Bierkästen, Shampoo) in den Hintergrund einbaut. Humoristischer Höhepunkt sind wohl die Szenen im „Kloster des keuschen Josef“, in dem die Mönche besoffen Gesangsnummern bringen und sich zur Regeneration Kinderspielplatzmäßig austoben.

koenig-moenchgesang

koenig-moenchsport

Es bedarf wohl einer tieferen Analyse, um herauszufinden, warum Herr Sukrow den Klerus immer wieder besonders gern auf die Schippe nimmt. Notwendig ist diese aber nicht unbedingt, denn Spaß hat man mit den Filmen auch so, und Im Namen des Königs unterhält mal wieder wie Sau, von vorne bis hinten.

koenig-camilla

koenig-kneipe

Deutschland 2015, Regie: Bruno Sukrow


Bei amazon kaufen:


Über den Autor

Alex Klotz ist ein Zelluloid atmendes Wesen und betreibt den Blog hypnosemaschinen. Alex Klotz hat nie als Tellerwäscher, Aushilfsfahrer oder Kartenabreisser gearbeitet und gedenkt das auch in Zukunft nicht zu tun.

Alle Artikel von

Schreibe einen Kommentar

comm comm comm